Vernissage MORBID, Jürgen Bley, 4400 Steyr, 20. Mai, 2016, Künstler der Biennale Austria

„Malen ist für mich eine spannende Entdeckungsreise, ein Eintauchen in die Welt der Schöpfung. Ich weiß nie genau, was am Ende rauskommt. Nur die Hand, die Farbe, die Leinwand. Aus der Struktur treten Schatten hervor, Andeutungen von Figuren und Dingen. Eine Vorstellung baut sich auf. Dem wird nachgegangen. Und ganz wie bei einem echten Abenteuer stehe ich dann unvermittelt vor Herausforderungen, mit denen ich fertig werden muss. Vielleicht spüren die Betrachter auch die Faszination, die von diesen Untiefen und Überraschungen ausgeht und fühlen sich dadurch zu meinen Bildern hingezogen.“ (Jürgen Bley)

„Der Reiz an der Kunst, ist für mich, nicht der, die Dinge gefällig darzustellen, wie es die Werbung fordert, wo grafisch an der Illusion des schönen Scheins gefeilt wird, sondern der Fokus liegt auf der Kehrseite der Gefälligkeit und dem Bestreben, dem Brachialen Ausdruck zu verleihen. Unsere Welt wurde nicht am Reißbrett designt, sauber und korrekt geformt, sondern hat sich aus einem Urknall entwickelt. Weitere Entwicklungen waren und sind stets von gewaltigen Umbrüchen begleitet, von etwas Ungestümem, Rohem und Groben, das in seiner Unmissverständlichkeit aufwühlt und berührt.“ (Jürgen Bley)

Liebe Tod und Teufel, acrylic on canvas, Juergen Bley, Biennale Austria

Liebe Tod & Teufel, Acryl auf Leinwand 70×50 cm